„Was liebst du an dir?“

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Auf „NOT ANOTHER WOMAN MAG“ wurde gestern die Frage „Was liebst du an dir?“ gestellt.

Mein früheres Ich (so ca 2006 bis 2013) hätte sofort losgelegt. Ich liebte so viel an mir! Ich war selbstbewusst, ich liebte meinen Körper, ich liebte andere Körper, ich liebte das Leben, ich war voller Energie, ich liebte, was ich tat und hatte überhaupt keine Sorge, dass ich meinen Weg finden würde und irgendwann tun kann, was mich glücklich macht.

Als ich die Frage (heute Morgen im Bett) las, war mein erster Gedanke „Das ist leicht!“. Denn ich mag mich. So generell. Aber was liebe ich an mir? Da wurds schon schwieriger. Was von dem von damals liebe ich noch an mir? Gerade kann ich diese Frage nicht wirklich befriedigend beantworten. Von der lebendigen, energetischen, positiven und selbstbewussten Frau ist nicht mehr viel übrig. Ich tue, was ich kann, um diese Person wiederherzustellen, aber das ist nicht leicht. Wiederherstellen ist auch nicht das richtige Wort. Denn die letzten Jahre haben mich verändert. Natürlich haben sie das. Aber leider nicht zum Positiven. 

Ich will diese Frau wiederbeleben. Ich möchte eine positive, energetische und selbstbewusste Frau sein, die viel erlebt und Erfahrungen gesammelt hat, die sie sogar noch stärker machen! 

Gerade bin ich eine Frau, die sich freut, wenn sie den Haushalt geschafft und geduscht hat. Wenn ich dann auch noch 2h am Computer produktiv gearbeitet habe, war das ein guter Tag. Duschen, putzen und 2h arbeiten. Wow. Da geht definitiv noch mehr. 

Nachdem ich nun ernsthaft den ganzen Vormittag damit verbracht habe, darüber nachzudenken, was ich an mir liebe, sind mir zum Glück doch noch ein paar Sachen eingefallen. 

Also ich liebe:

  • Meine Empathie und mein großes Herz
  • Meine Kreativität (wenn sie denn mal rauskommt)
  • Meine Tattoos

Das ist doch schonmal was. 

Nachdem ich aber so lange darüber nachdenken musste, frage ich mich jetzt, wann mir meine Selbstliebe und mein Selbstbewusstsein, meine Lebenslust und Energie abhanden gekommen sind. Und die Antwort ist wohl: während der Zeit, in der ich meine eigene Bar hatte. 4 Jahre ohne nennenswerten Urlaub, ohne richtigen Feierabend und mit wahnsinnig viel emotionalen und körperlichen Stress. An manchen Tagen arbeitete ich 18 Stunden, bekam danach 5 Stunden Schlaf und musste am nächsten Tag wieder 10 Stunden arbeiten. Solche Doppel-Dreifach-Vierfach-Schichten waren keine Seltenheit. Dazu kam noch die Verantwortung und der Druck von außen. Mein privates Umfeld wollte natürlich auch „bespielt“ werden. Die 4 Jahre waren eine harte Zeit. Nicht immer schlecht, aber doch immer nervenaufreibend und anstrengend. In den 4 Jahren habe ich mich verloren und bis jetzt noch nicht richtig wiedergefunden. Ich arbeite jeden Tag daran. Manchmal gelingt es mir gut, manchmal besser. Ich habe ein großes Projekt im Kopf, welches mir hoffentlich dabei hilft, meine Erlebnisse zu verarbeiten und wieder die Frau zu werden, die ich sein möchte. Stay tuned. 

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