Neustart

In den letzten Tagen sehe ich viele Jahresrückblicke von vielen Menschen. Einige davon kenne ich persönlich, anderen folge ich nur auf Instagram und habe das Gefühl, sie ein bisschen zu kennen. Zumindest ihr Social Media Life, welches sie bereitwillig mit der Welt teilen. Und mal wieder sieht man, wie toll das Leben anderer ist und wie gar nicht das eigene. Und natürlich weiß ich, dass das nicht alles ist. Zwischen all diesen tollen Erlebnissen hatten viele auch Tiefs und den Alltag. Aber all dieses Hochs, die sie posten, gab es ja doch. Ich will jetzt nicht sagen, dass ich sein will wie die anderen und dass mein Leben von Grund auf Scheiße ist! Aber 2018 war bei mir nun mal wirklich nicht viel los. Es begann damit, dass ich mich auf einen Job bewarb, von dem ich dachte, dass ich ihn wollte. Im April fing ich dort an und kurze Zeit später merkte ich, dass es für mich zu früh war. Oder der Job triggerte mich, weil es eigentlich das gleich war, wie meine eigene Bar zu schmeißen…nur dass ich es für jemand anderen tat und mich für meine Taten rechtfertigen musste. Auf jeden Fall war der Burnout, den ich nicht hatte behandeln lassen wieder zurück. Ich wurde ein Dreivierteljahr zurückgeworfen und verbrachte die meiste Zeit 2018’s auf der Couch. Ich würde sogar sagen, dass ich 70% des Jahres auf der Couch, im Bett und an guten Tagen in der Hängematte lag und ca 80% von Netflix und Instagram durchguckte. Mindestens. 

Das Highlight des Jahres war (oder sollte es sein) die Kurzreise nach Lissabon. Es war ganz schön. Vor allem schön heiß. Allerdings wusste ich wohl schon (zumindest im Unterbewusstsein), dass das die letzte Reise mit meinem Ehemann sein sollte. 

2018 fuhr ich häufig in meine Heimatstadt Lübeck, um bei meinen Freundinnen sein zu können. Dort fühlte sich alles viel leichter an. Ich konnte ich sein und musste nicht so tun, als wäre ich fröhlich. Denn dort war ich es. 

Ende Oktober endete die Beziehung zwischen meinem Mann und mir. Sehr ruhig, ehr einvernehmlich und sehr undramatisch. Ohne Streit und wenigen Tränen. Es war einfach nicht die Ehe, die wir uns wünschten und die Gefühle waren nicht die, die wir dazu gebraucht hätten. 

Da ich ein von Grund auf positivier Mensch bin, kann ich irgendwie nicht super negativ über mein Jahr schreiben, obwohl es häufig wirklich hart war. 70% Couch und Netflix, 20% so tun, als sei ich fröhlich und 10% Freundschaften und andere positive Dinge. 

Normalerweise halte ich nicht viel von guten Vorsätzen fürs neue Jahr. Aber dieser Jahreswechsel ist für mich nicht nur ein Jahreswechsel, sondern ein kompletter Neustart. Um es super dramatisch, poetisch und völlig übertrieben auszudrücken: Ich werde auferstehen wie ein Phönix aus der Asche! 

2019 fühlt sich jetzt schon gut an! Und dabei habe ich nochnichtmal gepackt. Am 5.1. geht mein neues Leben los und ich freue mich darauf! Ich verlasse meine nicht mehr so geliebte Stadt Berlin zusammen mit meinem Hund Spacko und gehe zurück in meine Heimatstadt Lübeck. Ganz manchmal erwische ich mich beim Gedanken, dass das kein Schritt nach vorn ist, sondern ein krasser Rückschritt. Aber das ist es nicht. Oder wenn es das sein sollte, dann ist es ok. Die Hauptsache ist doch, dass es sich richtig anfühlt!

Was wird mir 2019 also bringen? Das weiß man ja nie so genau, aber dieses Mal habe ich tatsächlich Pläne. Ich nenne sie Pläne! Und nicht Vorsätze! Klingt geplanter und ernstgemeinter. 

In den 12 Monaten des Jahres 2019 werde ich 

  • meinen Podcast weitermachen (auch wenn er gerade eine kleine Pause macht und wohl erst Ende Januar wiederkommt…)
  • ein Buch schreiben/ illustrieren 
  • mehr für meinen Körper tun, indem ich mehr Sport treibe und mich gesünder ernähre
  • viel mehr Zeit mit Freunden verbringen
  • knutschen
  • häufig mit Spacko im Meer baden
  • ein neues Business starten 
  • mich auf mich konzentrieren und mein Herz und meinen Bauch fragen, was ich will
  • viel häufiger kreativ sein! Pinsel, Stift, Schere, Kamera schwingen!

Allein dass ich das aufschreibe, macht schon was mit mir. Ich freue mich und bin super gespannt auf das, was kommt! 

Ich wünsche dir ein fantastisches neues Jahr! Auf dass es besser wird als 2018! Unabhängig davon, ob 2018 gut oder eher semi war. Da ist auf jeden Fall noch mehr drin! <3

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